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Lot 07

Gewalt 9

Martin Schwarze

2021

125cm x 155cm

ungerahmt

Öl auf Leinwand

Teil einer 12-teiligen Serie.

Gewalt 9
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zzgl. Aufgeld von 10%

Limitpreis 900€

Gegenstand dieses Bildes ist eine Situation, in der sich Martin Schwarze mit Provokation, Opferbewusstsein, Mittäterschaft durch Passivität oder Entscheidung sich der Gewalt entgegenzustellen auseinandersetzt.
Auf dem Bild sind drei Personen zu sehen. Die Person rechts im Bild (Person A) hält mit ihrer linken Hand eine Waffe, welche auf dem Bild allerdings ausgeblendet ist. Diese nicht vorhandene Waffe steht für die ausgeübte Gewalt. Die Person richtet ihre Gewalt gegen die Person auf der linken Seite (Person B).
Es handelt sich um eine Provokation, die Person B die Wahl lassen soll ihre Rolle in dem Gefüge einzunehmen. Wird sie Opfer, Täter oder gibt es noch andere Wege für sie hier zu agieren?
Die dritte Person (Person C) steht sinnbildlich in der Mitte und kann entscheiden, wie sie sich verhält. Dabei hängt ihre Rolle sehr stark mit den beiden anderen Akteur*innen zusammen.
Wird Person B zum Opfer und Person C unternimmt nichts gegen die ausgeübte Gewalt, wird sie möglicherweise Mittäter. Unternimmt sie etwas gegen die Gewalt, ohne dass Person B Opfer wird, könnte Per- son C das Opfer beider anderen werden.
Natürlich könnte Person C aber auch Person A von der Gewalt abhalten und eventuell eine Schlichtung herbeiführen, was für alle Parteien wahrscheinlich der erfreulichste Ausgang wäre.
Neben diesen Szenarien sind natürlich noch viele andere denkbar.
Ziel der Serie im Allgemeinen ist es die Betrachter*innen anzustoßen die Situation zu durchdenken.
Damit soll ermöglicht werden sich in der Situation im anderen Kontext wiederzufinden und entweder vergangenes aufzuarbeiten oder aktuel- lem besser begegnen zu können.

Allgemein:
In dieser zwölfteiligen Serie spiegeln sich Beobachtungen wider, die Martin Schwarze in seiner täglichen Arbeit als Lehrer gemacht hat. Was bringen Kinder und Jugendliche an Gewalterfahrungen aus ihrer Familie mit, was aus ihrem bisherigen Lebensweg? Die Arbeiten sollen subtil unterschiedliche Nuancen von Gewalt zeigen, beginnend mit bösen Blicken und verbalen Übergriffen, Ausgrenzung und Gruppenbildung, bis hin zur Bedrohung und zu körperlichen Angriffen. Daneben steht die große Gruppe der Mitläufer:innen, die abseitsstehen, der Gewalt aber nicht entgegentreten und keine Position beziehen. Und wessen Position sollen sie auch einnehmen? Es ist doch oft unklar, wer Opfer ist und wer Täter:in. Meist führt erst gezielte Provokation zu Aggression, Sprachlosigkeit und Eskalation. Fraglich bleibt, wer am Ende für die ausgeübte Gewalt Verantwortung übernimmt.

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